Kurzarbeiterzahl dürfte auf 59.000 steigen

Kurzarbeiterzahl dürfte auf 59.000 steigen
Von Kurzarbeit könnten bald fast 59.000 Beschäftigte betroffen sein. Per 15. April waren es laut Arbeitsmarktservice (AMS) 47.306 in 237 Unternehmen. Bis Anfang Mai kommen fix 14 Betriebe – davon zwei Verlängerungen – dazu.

48.441 Kurzarbeiter bereits fix
Insgesamt werden damit ab Mai 48.441 Beschäftigte kurzarbeiten.”Sehr wahrscheinlich” sei die Einführung von Kurzarbeit in weiteren 58 Betrieben und weitere sechs Verlängerungen für insgesamt rund 10.400 Beschäftigte, so das AMS. Damit würde die Zahl der Kurzarbeiter auf 58.841 Betroffene steigen.

Kosten belaufen sich auf 151,4 Mio. Euro
Zur Finanzierung der Kurzarbeit hat Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) für heuer und das kommende Jahr jeweils 220 Mio. Euro vorgesehen. Bis Anfang Mai wird davon bereits ein Löwenanteil von 151,4 Mio. Euro verbraucht sein.

Kurzarbeit erst kürzlich ausgeweitet
Erst im Februar wurde die Kurzarbeit in Österreich ausgeweitet. Demnach kann jetzt bis zu 18 Monate, in besonderen Fällen auch länger kurzgearbeitet werden. Bis dahin war Kurzarbeit nur bis maximal ein Jahr möglich. Bei der Neuregelung hat man sich an den Bestimmungen in Deutschland orientiert, wo schon länger Kurzarbeit für 18 Monate möglich war.Nun will man in Deutschland die Kurzarbeit noch einmal verlängern, und zwar auf 24 Monate. Der deutsche Arbeitsminister Olaf Scholz hat erst kürzlich angekündigt, die Bezugsdauer für Kurzarbeit um ein halbes Jahr anheben zu wollen.
Sollte es in Deutschland zu einer Verlängerung kommen, werde man auch in Österreich darüber diskutieren und eine Verlängerung bei Bedarf möglichst unbürokratisch durchziehen, hieß es dazu aus dem Sozialministerium. Derzeit sei in Österreich gerade die Verlängerung auf 18 Monate angelaufen und es gelte, die bestehenden Vereinbarungen umzusetzen.

Höhepunkt im Sommer erwartet
In Österreich wird Kurzarbeit immer stärker eingesetzt, um vor allem in der Industrie die starken Auftragseinbrüche ohne Kündigungen abzufedern.Der Höhepunkt der Kurzarbeitswelle wird von Arbeitsmarktexperten im Sommer erwartet. Erst kürzlich hat der börsennotierte Stahlkonzern voestalpine angekündigt, am Standort Linz die Kurzarbeit von 3.200 auf 5.900 Betroffene für die Periode 1. Mai bis vorerst 31. Oktober auszuweiten.

AMS
Sozialministerium

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